Newsletter April 2012

„Interkulturelle Rollenspiele sind kein Kasperletheater!“

Rollenspiele sind kein Kasperletheater, Fix International ServicesInterkulturelle Handlungskompetenz ist zu einer Schlüsselqualifikation erfolgreich agierender Manager geworden. Denn die Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation und die möglichst konfliktfreie Kooperation mit Menschen aus unterschiedlichen Nationen werden in einer globalisierten Welt immer wichtiger. Wirkungsvolles interaktives Lernen muss jedoch über das Führen von Diskussionen oder der gemeinsamen Erarbeitung relevanter Inhalte hinausgehen. Und auch reine Vortragsveranstaltungen sind zwar bequem – aber wirkungslos. Es geht nicht darum, den Teilnehmern mitzuteilen, „wie man es macht“. Denn diese sollen, um ihre beruflichen Aufgaben auch außerhalb ihres „Heimathafens“ erfolgreich erledigen zu können, im Umgang mit Menschen anderer Länder oder Kulturkreise Sicherheit gewinnen. Nur dann können sie später selbstbewusst und souverän agieren. Natürlich gehören zu solchen Lern- und Trainingsprozess auch die Reflexion, das Gespräch und die Aneignung von Hintergrundwissen.
Doch erst durch so genannte „Rollenspiele“  lassen sich viele Probleme und künftige Herausforderungen verdeutlichen und Verhaltensweisen trainieren. Wenn man z.B. hört, dass es „unmöglich“ sei, einen Brasilianer direkt zu kritisieren, weil er dies als persönlichen Affront und Missachtung seiner Person empfindet, stellt sich die Frage, wie man ihm alternativ direktes und konstruktives Feedback gibt. Wie soll man ihm sagen, dass er etwas übersehen hat oder, noch schwieriger, schlechte Arbeit abgeliefert hat? Indem man es ausprobiert! Also: Hinsetzen und Gespräch führen …  „Rollenspiele sind kein Kasperletheater, sondern Ziel führende Übungen mit vielschichtigen Lerneffekten!“ erklärt Karin Brass, Leiterin des Bereichs Interkulturelles Training bei Fix International in Hamburg, „manche Teilnehmer müssen erstmal über ihren Schatten springen und innere Hemmungen überwinden, um im Training eine fremde Rolle anzunehmen. Doch erleben wir dann regelmäßig, wie begeistert sie anschließend sind!“ Deshalb müssen gute Trainer immer auch erfolgreiche Überredungskünstler sein.

Lernen im geschützten Raum

Im Wirtschaftsleben stehen die Akteure unter Erfolgs- und Zeitdruck. Das müssen die Trainingskonzepte berücksichtigen. Denn dies erfordert die Ausbildung spezieller Kompetenzen, um entsprechend seinen Mann oder seine Frau stehen zu können - Rollenspiele sind hierbei ein wichtiges Element! Ein nicht zu unterschätzender Vorteil eine interkulturellen Trainings besieht darin, dass sie als „Lernen im geschützten Raum“ stattfinden. Hier kann und soll man sich ausprobieren. Hier geht es um Kompetenzen und nicht um Wissen. Rollenspiele bieten echte Erlebnisse. Denn sie zeigen, welche Reaktionen ein bestimmtes Verhalten zur Folge haben kann. Anschließend braucht man eine Möglichkeit, darüber zu reflektieren und qualifiziertes Feedback zu bekommen. Was war gut? Was hätte man anders machen können? Warum und was wäre anders gelaufen, wenn…

Darüber hinaus bieten Rollenspiele auch die Möglichkeit, Emotionen erlebbar zu machen, die eine interkulturelle Überschneidungssituation auslösen kann. Dazu gehören Gefühle von Hilflosigkeit, Ratlosigkeit oder Überforderung. Nur vor diesem Hintergrund und mit diesem Verständnis lassen sich anschließend Methoden entwickeln, diese Hürden im Ernstfall überwinden zu können. „Wer von einem interkulturellen Training dauerhaft profitieren will, muss auch die Bereitschaft zeigen, seine Komfortzone mal zu verlassen. Die beste Möglichkeit dazu bieten Rollenspiele, die von unseren Trainern begleitet und ausgewertet werden,“ ist Katrin Brass überzeugt.
Auch in der nächsten Newsletter-Ausgabe stellen wir Ihnen Erfolg versprechende Trainingsmethoden vor. Dann geht es um die Bedeutung von Simulationen.



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