Newsletter Dezember 2011

Interkulturelle Trainings nicht nur für Expats

Interkulturelle Trainings nicht nur für Expats, Fix International Services, Interkulturelle Kompetenz, Interkulturelle TrainingsKontinente wachsen zusammen, für global tätige Unternehmen gibt es nur noch eine Welt. Wer international tätig ist, muss sich in pluralisierten Unternehmenswelten einfinden - heute mit Kollegen aus China Projekte realisieren, morgen mit Geschäftspartnern in Arabien verhandeln. Interkulturelle Kompetenz ist längst keine Schlüsselqualifikation mehr nur für Expats!
Rubrik: Interkulturelles Training?

Denken Sie nicht zu verkürzt!

„Irgendetwas stimmt nicht – aber ich weiß nicht genau, was!“ Herr Engels ist Marketing-Leiter bei einem deutschen mittelständischen Unternehmen. Er ist verantwortlich für Entwicklung und Produktion von Computer-Hardware-Komponenten in China. Gemeinsam mit seinem Team von Entwicklern und Produktmanagern kommuniziert er täglich mit chinesischen Lieferanten und Kollegen. Sie arbeiten von Deutschland aus, unternehmen gelegentliche Geschäftsreisen, um sich in China persönlich auszutauschen. Obwohl die Zusammenarbeit im Großen und Ganzen erfolgreich verläuft – das Geschäftsergebnis ist positiv, die Umsätze steigen – hat Herr Engels zunehmend das Gefühl, dass es besser laufen könnte. Die Kommunikation verlaufe schleppend, Deadlines könnten nicht eingehalten werden, immer wieder müsse er dieselben Fragen diskutieren. Das sei zeitraubend und strapaziere die Nerven, da hat er sich für ein interkulturelles Training entschieden.

"Interkulturelle Trainings sind nicht nur für Expats wichtig! Wer so denkt, denkt zu verkürzt", erklärt  Bettina Kertscher, Geschäftsführerin bei Fix International Services. Internationale Jobs stellen besondere Anforderungen an die Arbeitskräfte von heute. Natürlich benötigten vor allem angehende Expats und deren Familienangehörigen eine gründliche Vorbereitung, um sich in der fremden Kultur schnell zurecht finden zu können. „Aber zunehmend im Fokus stehen Mitarbeiter, die in internationalen Teams eingesetzt werden. Für die ist die Situation oft viel schwieriger,“ ergänzt Frau Kertscher. Als deutscher Computer-Spezialist, der in einem virtuellen Team gemeinsam mit Chinesen eine Software vertreibt und entwickelt, muss Herr Engels ständig im Kopf von Shenzhen auf Hamburg umschalten. Und dabei Zeitzonen und Arbeitsweisen überbrücken. Wenn einem dann noch der deutsche (hier fehlt ein Wort)  im Nacken sitzt, ist eben für das Projekt erfolgsentscheidend, dass der Spagat zwischen deutscher Planung und zeitintensiver Beziehungspflege in Fernost gelingt.

Durch die Blume oder geradeheraus?

Im Training lernen Herr Engels und sein Team, wie die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und China im Arbeitsalltag ihren Ausdruck finden. Zwar hatten sie schon viel gehört über das berühmt-berüchtigte direkte Kommunikationsverhalten der Deutschen und ihre starke Sachbezogenheit! Doch was bedeutet dies für die Organisation von virtuellen Meetings und das Verfassen von Emails? Wie komme ich „zur Sache“ ohne den anderen wie „zu überfahren“, weil ich - für sein Empfinden - zu wenig  Interesse an meinem Gesprächspartner zeige?
Diese Überlegungen waren für Herrn Engels und seine Kollegen ein wichtiges Entscheidungskriterium für das Training. Möglichst viele praktische Übungen zu einer gelungenen Kommunikation waren ihnen wichtig. Neben Fakten wie Landeskunde, Erläuterungen zum politischen und zum Wirtschaftssystem standen also vor allem Rollenspiele, Simulationen und schriftliche Übungen auf dem Stundenplan. Auf diese Weise werden Gesprächszenarien geübt. So sieht sich Herr Pröhls erst seinem chinesischen Lieferanten Herrn Yang gegenüber, den er von einer termingenauen Einhaltung von Lieferzeiten überzeugen muss – und  findet sich dann wieder in einem Schriftverkehr mit seinem chinesischen Counterpart vor Ort, der immer wieder fehlerhafte Arbeitsergebnisse abliefert.

Ein Buch lesen reicht nicht

Interkulturelle Handlungskompetenz ist ein Fähigkeitsprofil, das sich entwickelt. Herr Engels und seine Kollegen haben mit dem Training den Grundstein gelegt. Sie werden das Verhalten ihrer chinesischen Geschäftspartner besser verstehen können und sie haben Handlungsstrategien kennen gelernt, die es ihnen ermöglichen, effektiv und in kulturell angemessener Weise zu kommunizieren. In den kommenden Monaten und Jahren wird sich ihr Wissen im Umgang mit chinesischen Gesprächspartnern erweitern und festigen. Doch schon jetzt ist vieles gewonnen: „Das Training hat mir dieses Gefühl der Unsicherheit genommen. Ich kann souveräner auf meine Gesprächspartner zugehen und muss dabei nicht befürchten, Fehler zu machen.“

In den folgenden Ausgaben werden  wir uns innerbetrieblichen Handlungsfeldern zuwenden.  Wir werden beleuchten, wie man in internationalen Organisationen funktionierendes Wissensmanagement betreibt, wie man globale Teams führt – und wie Sie Ihre Mitarbeiter auf diese Aufgaben vorbereiten können.




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