Newsletter Februar 2012

Trainingsmethoden – Der Culture Assimilator

Trainingsmethoden - Der Culture Assimilator, Fix International Services, Interkulturelle Kompetenz, Interkulturelle TrainingsInterkulturelle Handlungskompetenz ist die Schlüsselqualifikation für erfolgreich agierende Manager.Die Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation ermöglicht eine weitgehend konfliktfreie Kooperation mit Menschen unterschiedlicher Nationalität. Durch interaktionsorientierte Trainings lässt sich der Einfluss von Kultur auf das Denken und Handeln von Menschen unterschiedlicher Kulturzugehörigkeit bewusst machen.Und zwar im direkten Kontakt mit Personen aus dem spezifischen Zielland, die man die „resource people“ nennt. Im Unterschied zum kulturorientierten Training ist hierbei der Inhalt des Trainings kulturspezifisch. Thematisiert werden das persönliche Erleben und Verarbeiten kulturbedingter Unterschiede im Handeln.
Rubrik: Interkulturelles Training?

Was empfindet ein Expat, wenn es in Indien zu Verzögerungen bei der Realisierung eines Projekts kommt und er seine Mitarbeiter vergeblich damit konfrontiert? Wie reagiert ein Vorgesetzter in China, wenn bei der Ausführung von Bauarbeiten wesentliche Anweisungen scheinbar ignoriert werden? Wie lassen sich in Russland die für uns ungewohnte Reaktionen auf kritische Bemerkungen in Meetings verstehen? Der so genannte „Culture Assimilator“ gilt als einer der wirkungsvollsten Wege zur Verbesserung eigener interkulturellen Fähigkeiten. Er gilt als gut erforschtes Trainingswerkzeug, besonders in den USA liegen mittlerweile zahllose positive Erfahrungen mit dem Kultur-Assimilator vor.

Er wurde in den sechziger Jahren an der Universität Illinois entwickelt. In Deutschland wurde er in den neunziger Jahren bekannt, u.a. von Alexander Thomas. Der Professor für interkulturelle Psychologie der Universität Regensburg sorgte für seinen Siegeszug durch die hiesige Trainingslandschaft. Die Technik basiert auf der Vorstellung, dass Missverständnisse nicht auf unterschiedlichen Verhaltensweisen basieren, sondern auf kulturspezifischen Interpretationsmustern.

Oft überraschend oder gar unverständlich

„Assimilatoren“ sind verschiedene schriftlich skizzierte Situationen, die eine für den zu Trainierenden oft überraschende oder gar unverständliche Reaktion der Angehörigen einer fremden Kultur („resource people“) beschreiben. Anschließend werden zu diesen Situationen Erklärungs- bzw. Verhaltensmöglichkeiten präsentiert. Erst nachdem sich der Trainingsteilnehmer für einen Erklärungsweg entschieden hat, erhält er im Antwortteil eine Bewertung für seine Wahl und die entsprechende Erklärung, welche der angebotenen Verhaltensoptionen sich in der Zielkultur als wahrscheinlich oder angemessen erwiesen hätte. Der Sinn besteht darin, zu lernen, wie Angehörige der Zielkultur diese Situationen deuten würden. Das Ziel des Kultur-Assimilators ist es, sich Ereignisse so zu erklären, wie dies die Mehrheit der Angehörigen der Kultur tun würde.

„Hierbei können Erwartungen, Ängste, Stereotypen, Zeitempfinden, Umgang mit Ungleichheit und auch gruppendynamische Prozesse behandelt werden. Das Ziel, kulturallgemeine Kompetenz anhand verschiedener Einflussfaktoren in kulturellen Überschneidungssituationen zu vermitteln, schließt nicht aus, dass auch Problemlagen in kulturellen Begegnungssituationen untersucht werden,“, erläutert Katrin Brass, Leiterin des Bereichs Interkulturelles Training bei Fix International Services in Hamburg.




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