Newsletter Juli 2013

Unser Buchtipp: Amy Waldman: Der amerikanische Architekt.

fix-nl-27-cover-amy-waldman.jpgIn den USA wird Amy Waldmans Debütroman „Der amerikanische Architekt“ schon mit Tom Wolfes „Fegefeuer der Eitelkeiten“ verglichen. Die Story: Eine Jury hat sich in Manhattan versammelt, um den besten Entwurf einer Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlags vom 11. September auszuwählen. Nach langwierigen Beratungen und einem zähen Ringen um das richtige Konzept öffnen die Juroren den Briefumschlag, der den Namen des bislang anonymen Gewinners enthält und sind schockiert. Der Architekt ist ein Muslim. Innerhalb der Jury setzt sich Claire Burwell am leidenschaftlichsten für den umstrittenen Gewinner ein. Als Betroffene, die ihren Mann bei dem Attentat verlor, hat ihre Stimme besonderes Gewicht. Doch als die Entscheidung an die Öffentlichkeit gelangt, gerät Claire ins Visier entrüsteter Familienangehöriger und wird zur Zielscheibe sensationshungriger Journalisten, radikaler Aktivisten und ehrgeiziger Politiker. Nicht zuletzt bringt der so komplizierte wie begabte Architekt sie an ihre Grenzen. Amy Waldman zeichnet in ihrem furiosen Debüt das Porträt einer zerrissenen Stadt, die bei dem Versuch, mit ihrer Verletzung umzugehen, die Chance auf ein erneuertes demokratisches Selbstverständnis verspielt.
Die Autorin: Amy Waldman, Jahrgang 1969, leitete das Südasien-Büro der NEW YORK TIMES und war dort Korrespondentin für THE ATLANTIC. Ihre Erzählungen erschienen in THE ATLANTIC, im BOSTON REVIEW und wurden in THE BEST AMERICAN NONREQUIRED READING 2010 aufgenommen. Sie lebt im New Yorker Stadtteil Brooklyn.

Presse:
 „Die gesellschaftlichen und medialen Reflexe nach der spektakulären Enthüllung des Skandals beschreibt Waldman bestechend glaubwürdig ohne dabei je zynisch zu werden. Stattdessen pflegt sie die Kultur der liebevollen Figurenzeichnung: ob es sich nun um Lokalpolitiker, Chefredakteure oder trauernde Witwen handelt.“ (Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine) „Scharfzüngig erzählt Amy Waldman vom schlingernden Selbstfindungsprozess eines zersplitterten Landes.“ (Anja Hirsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung)  

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