Newsletter Mai 2012

Simulation im Training – „Man muss die Regeln des Anderen kennen!“

Interkulturelles Training, Simulationen, Fix International ServicesInterkulturelle Handlungskompetenz ist zu einer Schlüsselqualifikation erfolgreich agierender Manager geworden. Denn die Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation und die möglichst konfliktfreie Kooperation mit Menschen aus unterschiedlichen Nationen werden in einer globalisierten Welt immer wichtiger. Dabei reicht es nach Meinung von Praktikern nicht aus, sich mit der einschlägigen Ratgeberliteratur auseinander zu setzen. Wirkungsvollere und Erfolg versprechende Wege zu interkultureller Handlungskompetenz sind interkulturelle Trainings. „Wer von einem erfahrenen Trainer auf eine Reise in eigene und fremde Wertewelten mitgenommen wird, entwickelt ein grundsätzliches Bewusstsein dafür, wie anders ein fremdkulturelles Orientierungssystem sein kann,“ berichtet Katrin Brass, Leiterin des Bereichs Interkulturelles Training bei Fix International in Hamburg, „besonders wirkungsvoll sind so genannte Simulationen.“
Dabei handelt es sich um experimentelle Lernspiele, die für ganzheitliches, erfahrungsorientiertes Lernen stehen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernen, dass auch im Alltag das Verhalten anderer Menschen immer interpretiert wird. Interkulturell kompetent zu sein bedeutet, sich dieser Interpretationen bewusst zu werden.

Empfehlenswert ist das Imaginationsspiel Albatros Besonders empfehlenswert in diesem Zusammenhang das interkulturelle Imaginationsspiel Albatros: Hier beobachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Verhalten von Männern und Frauen, die einer fiktiven Kultur entstammen, der so genannten "Albatros-Kultur“. Diese existiert nur in einem Fantasie-Reich, das nicht auf eine bestimmte Zielkultur zugeschnitten ist. Erst ein anschließend moderiertes Debriefing löst dann –  meist zur großen Überraschung der Teilnehmer – die Situation auf und führt zur Klärung der Handlungsweisen der Protagonisten. „Klar wird dabei, dass man viel besser klar kommt, sobald man die Regeln des Anderen kennt und sein Verhalten versteht“, erläutert Katrin Brass. Die Teilnehmenden erfahren, wie schwierig es ist, in Beschreibungen keine Interpretationen einfließen zu lassen. Sie lernen, dass Vorgänge immer auf dem Hintergrund der eigenen Sozialisation interpretiert werden, es jedoch weitere, andere Möglichkeiten der Interpretation gibt. Die am Spiel Teilnehmenden sollen Verständnis entwickeln für die Situation von Menschen, die sich in einer ihnen fremden Kultur befinden. Dabei erfahren sie auch dass die Interpretation „kultureller Überschneidungssituationen“ abhängt von bereits vorhandenen Erfahrungen und Kenntnissen. Auch zeigt sich augenfällig, welche Gefühle entstehen können, wenn Menschen mit ihnen unbekannten kulturellen Erscheinungsformen konfrontiert werden. Je nach Gruppengröße und Umfang der Auswertung dauert das Spiel ca. 1 bis 1,5 Stunden. 


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