Newsletter Mai 2013

Initiative „Neue Zielmärkte“ zieht Bilanz

istock-000013173651medium.jpgMit der Außenwirtschaftsoffensive Initiative „Neue Zielmärkte“ sollten die Außenwirtschaftspolitik der Bundesregierung und ihr Instrumentarium 2010 neu ausgerichtet werden. Weil sich die weltwirtschaftlichen Gewichte verschieben, erfolgte eine akzentuierte regionale Schwerpunktsetzung. Diese führt hin zu aufstrebenden Ländern und Regionen mit ungenutztem Potential, die außerhalb der Europäischen Union liegen. Jetzt zog Bundeswirtschaftminister Philipp Rösler eine erste Zwischenbilanz.
Als die Initiative "Neue Zielmärkte" 2010 vorgestellt wurde, war das Ziel, Länder ins Blickfeld von Wirtschaft und Politik zu rücken, die, anders als die sog. BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China, weniger Aufmerksamkeit erfuhren. Die Auswahl der Länder Algerien, Chile, Ghana, Indonesien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Peru, Thailand und Vietnam beruhte auf transparenten Kriterien. Dazu zählten Marktgröße, Investitionspotential, Exportdynamik und Exportanteil. Die Bereitstellung geeigneter außenwirtschaftspolitischer Instrumente war als Flankierung fester Programmbestandteil. Die Dauer des Projekts war zunächst bis zum Ende der Legislaturperiode 2013 veranschlagt, angesprochen werden sollten im Besonderen innovative kleine und mittlere Unternehmen. Bettina Kertscher, Geschäftsführerin des Kommunikationsdienstleisters Fix International in Hamburg: „Der Schritt ins Ausland, besonders über europäische Ländergrenzen hinaus, kann für Mittelständler erhebliche Unsicherheiten bedeuten und  ist mit wirtschaftlichen Risiken verbunden. Zugleich sind deutsche Mittelständler mit innovativen Produkten häufig als hidden champions, als globale Marktführer, in ihrem Marktsegment erfolgreich. Deswegen sind die Instrumente, die die Internationalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen durch die Bundesregierung fördern, für viele unserer Kunden bereits sehr hilfreich gewesen.“ Zu den Maßnahmen der Initiative "Neue Zielmärkte" zählten Reisen und Veranstaltungen mit Vertretern der deutschen Wirtschaft. Auch die gezielte Wahrnehmung von hochrangigen Delegationsbesuchen aus diesen Ländern in Deutschland gehörte dazu. Informationen über Exportchancen in diese Länder mithilfe der Auslandshandelskammern und gezielte Informationspolitik durch das Bundeswirtschaftsministerium zu den Möglichkeiten der Absicherung durch die Instrumente der Außenwirtschaftsförderung waren ein weiteres Element.

„Unsere Unternehmen nutzen verstärkt die Chancen!“

Entscheidend für den Exporterfolg sind die institutionellen und regulatorischen Gegebenheiten im Zielland. Je günstiger das Umfeld in einem Land für Geschäfte ist, umso aussichtsreicher entwickeln sich erfahrungsgemäß auch die Absatzmärkte.  Mit einem „Ease of doing business“-Indikator der Weltbank wurden die „Initiative“-Länder hinsichtlich ihres Geschäftsklimas und ihres regulatorischen Umfeldes für Unternehmensgründungen bewertet. Der Indikator sollte abbilden, wie einfach sich eine Firma gründen lässt, eine Baugenehmigung zu erhalten ist oder man Grundbesitz erwerben kann. Darüber hinaus spielt auch eine Rolle, wie man Kredite bekommen oder seine vertraglichen Rechte vor Gericht durchsetzen kann.

Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, zeigte sich in einer Zwischenbilanz jetzt vom Erfolg der Initiative überzeugt: „Unsere Unternehmen nutzen verstärkt die Chancen, die ihnen neue Märkte, die bislang noch nicht im Fokus der Weltwirtschaft stehen, bieten. Das ist eine kluge Strategie. Sie wirkt sich positiv auf Beschäftigung und Wohlstand in Deutschland aus.  Zum Schutz gegen politische und rechtliche Unsicherheiten haben sich Investitionsgarantien seit Jahrzehnten bewährt. Sie helfen Schäden für unsere Firmen zu vermeiden und sind einer der zentralen Eckpfeiler unserer Außenwirtschaftsförderung."

 
 





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