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Interkulturelle Herausforderungen im Kindergarten

trainingsvorbereitung.jpgGlobalisierung verändert die Arbeitsmärkte und führt zu weltweit wachsender Mobilität. Der Umgang mit unterschiedlichen Kulturen und damit einhergehend auch das Beherrschen mehrerer Sprachen gewinnen in den verschiedenen Lebens- und Arbeitssituationen an Bedeutung. Daraus ergeben sich Herausforderungen, die immer häufiger durch interkulturelle Trainings und Workshops unterstützend begleitet werden. Doch gilt dies nicht nur für Menschen, die temporär im Ausland leben oder sich beruflich in unterschiedlich geprägten Umfeldern bewegen. Immer häufiger werden auch die Kinder mit in diese Überlegungen einbezogen. Auch in deutschen Kindertagesstätten sind Kinder aus Familien mit unterschiedlichen Einwanderungsgeschichten und aus den verschiedensten Herkunftsregionen Alltag. Dadurch können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter speziellen beruflichen Herausforderungen gegenüber gestellt sehen. Das gilt nicht nur hinsichtlich der pädagogischen Betreuung der Kinder.
Denn überdies kann es auch  bei Begegnungen mit den Angehörigen der Kinder zu Fragen kommen. Wie macht man beispielsweise klar, dass Kinder pünktlich gebracht und auch wieder abgeholt werden müssen, wenn nichtdeutsche Eltern ein anderes Zeitverständnis haben? Wie vermittelt man Eltern, die nicht Deutsch sprechen, die Konzeption einer Kindertagesstätte? Wie verhält man sich, wenn ein Junge nichtdeutscher Herkunft kein Geschirr abtrocknen will, weil ein Junge „so etwas niemals tut"? Und wie geht man  argumentativ mit seinen Eltern um? Ein Training kann klären, welche Anteile einer als „schwierig“ wahrgenommen Situation sich tatsächlich aufgrund unterschiedlicher kulturellen Identitäten und Prägungen erklären lassen.  

„Interkulturelle Kompetenz setzt Selbstkenntnis voraus!“

„Interkulturelle Kompetenz ist nicht zu allererst Fremdkenntnis, sondern setzt zunächst Selbstkenntnis voraus. Deshalb sollten auch bei interkulturellen Training für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kindergärten und Kindertagesstätten erfahrungs- und handlungsorientierte Formen des Lernens im Mittelpunkt stehen“, sagt die Wirtschaftspsychologin Katrin Brass, Leiterin und Koordinatorin „Interkulturelle Trainings“ beim Hamburger Kommunikationsdienstleisters Fix International. Erforderlich sind große Flexibilität und die Fähigkeit, sich auf Fremdes einzulassen. Interkulturelle Trainings unterstützen die Mitarbeiter von Kindergärten und Kindertagesstätten, mit Konflikten umzugehen zu können, deren Ursache auf unterschiedlichen Wertesystemen oder Kommunikationsstilen beruhen kann.



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