Newsletter November 2011

Unser Buchtipp: Guðmundur Óskarsson: „Bankster"

Bankster, Guðmundur Óskarsson, Buchtipp Fix International Services2008 – Island steuert auf die Staatspleite zu. Über Nacht verliert Markús seinen Job bei einer Bank. Seine Freundin Harpa verliert ebenfalls ihre Stelle als Bankerin, nimmt aber sofort einen Job als Aushilfslehrerin an. Völlig perplex angesichts der Tatsache, dass künftig der Verzehr von foie gras bei Kerzenschein in ferne Vergangenheiten verbannt sein soll und dass 24 Stunden täglich ohne Arbeit bewältigt werden müssen, stürzt Markús in eine schwere Lebenskrise. Markús beginnt ein Tagebuch zu führen, dem er seine Beobachtungen zur Lage der Nation anvertraut. Er scheint sich in seiner neuen Rolle zunehmend einzurichten. Doch Harpa hat ein Geheimnis, und als sie ihn von einem Tag auf den anderen verlässt, wird sein Leben erneut auf den Kopf gestellt. Der als „das beste Krisenbuch überhaupt“ (Morgunblaðið) gefeierte Roman wurde 2009 mit dem Isländischen Literaturpreis ausgezeichnet. Mit einnehmendem isländischen Humor und mit liebevollem Blick für seine Protagonisten erzählt Óskarsson von der persönlichen Krise eines jungen Mannes, dessen Leben durch die weltweite ökonomische Krise aus den Fugen gerät. Kleine Insel – große Geschichten: Island war der Ehrengast auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse 2011. Über 40 Autoren des skandinavischen Eilandes gaben sich die Ehre. In diesem Jahr werden fast 200 Bücher erscheinen, die aus dem Isländischen übersetzt wurden, von Island handeln oder auf Island spielen. Im Mittelpunkt steht die Neuübersetzung der Isländersagas (Íslendingasögur). Aber auch zahlreiche zeitgenössische und junge Autoren beweisen: das kleine Land (340.000 Einwohner) ist ein literarischer Riese. Eine gute Gelegenheit, an einem regnerischen Herbstabend mit einem guten Rotwein in eine isländische Geschichte einzutauchen … Aus dem Isländischen von Anika Lüders Deutsche Erstveröffentlichung 2011, 254 Seiten, 22,90 Euro


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