Newsletter September 2013

Unser Buchtipp: Katherine Mansfield: In einer deutschen Pension.

fix-nl-29-k-mansfield-250913.jpgDie junge Neuseeländerin Katherine Mansfield trifft im bayerischen Wörishofen auf typisch deutsche Kurgäste und nimmt sie zum Vorbild für ihre bekanntesten Kurzgeschichten. Mit diesen Erzählungen betrat die junge Neuseeländerin Katherine Mansfield die literarische Bühne und avancierte zur Meisterin der modernen englischen Kurzgeschichte. Die Erzählungen der Sammlung „In einer deutschen Pension“ entstanden 1909, als die erst 21-jährige Katherine Mansfield für ein paar Monate in Deutschland lebte. Mansfield trifft, schwanger und vom frisch angetrauten Ehemann geflohen, auf einen Kreis aus typischen Deutschen, die in ihrer wohlverdienten Kur das enge Korsett gesellschaftlicher Zwänge ablegen – vor allem aber auf auffällig fröhliche Witwen und verunsicherte junge Ehefrauen. Aber auch der Teller voller Fleisch zur Mittagsstunde und die alleingelassenen Kinder der so fürsorglichen Mütter stehen unter Beobachtung der stilistisch sicheren Mansfield. Sie stellt gekonnt und puristisch die Vorurteile und Klischees der englischen und deutschen Mentalität auf den Prüfstein. Aus eben dieser Distanz und der daraus entstehenden Spannung zwischen den Mentalitäten zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstammt der charakteristische Unterton ihrer brillanten Erzählungen.
Die Autorin:  Katherine Mansfield, 1888 in Wellington, Neuseeland, geboren, 1923 in Fontainebleau, Île-de-France, gestorben. Mansfield  war eine neuseeländisch-britische Schriftstellerin, die bereits mit 34 Jahren an Tuberkulose starb. Neben 73 in der Regel kurzen Erzählungen hinterließ sie zahlreiche Briefe und Notizen. Heute gilt sie als eine frühe Meisterin der Kurzgeschichte.

Presse:  „Heute gehören Mansfields kunstvolle Erzählungen zum klassischen Repertoire der literarischen Kurzform schlechthin. Immer schimmert allerdings eine finstere Hintergründigkeit, die Mansfield in ihren kurzen, oft skizzenhaft belassenen Short Stories beschwört, spürbar durch die zart heitere Poesie ihrer einfachen Sätze hindurch.” (Neue Zürcher Zeitung)

“Erstmals 1911 in London erschienen, werden die berühmten Kurzgeschichten von Katherine Mansfield, gestochen scharfe Nahaufnahmen deutscher Mentalität, jetzt in der Edition Büchergilde neu aufgelegt.” (Strandgut)



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